Smart Employer Sponsored Erfolgsgeschichten

«Im Zentrum unserer Bemühungen stehen immer Lebensfreude und Menschlichkeit»

16.04.2024
von SMA

Die Langzeitpflege wird zu einem immer wichtigeren Thema. In diesem Feld ist hierzulande die Tertianum Gruppe führend. Was die Arbeit dort auszeichnet und wie man sich für das Wohlergehen der Gäste sowie der Mitarbeitenden einsetzt, fragte «Fokus» bei «Chief Human Resources Officer» Barbara Schuler nach.

Barbara Schuler,Chief Human Resources Officer

Barbara Schuler
Chief Human Resources Officer

Frau Schuler, Sie sind seit etwas mehr als einem Jahr in der Rolle der CHRO in der Geschäftsleitung der Tertianum tätig. Was führte Sie in die Welt der Langzeitpflege?

Ursprünglich komme ich aus der Finanzbranche, doch nach meinem 40. Lebensjahr suchte ich nach neuen Herausforderungen mit sinnstiftender Tätigkeit. Über eine Zwischenstation als Leitung HRBP und HR Shared Services in einem Fintech-Unternehmen gelangte ich ins Shared Services Center der Hirslanden Gruppe, was meinen Eintritt ins Gesundheitswesen markierte. Später ergab sich die Möglichkeit, als HR-Leitung bei Tertianum einzusteigen – eine Chance, die ich nicht ausschlagen wollte. Denn mein Interesse für die Langzeitpflege wurzelt auch in persönlichen Erfahrungen: Meine Mutter lebt selbst in einem Pflegeheim mit Spezialisierung auf Demenz und ich weiss aus erster Hand, wie wichtig diese Branche ist. Es gibt kaum ein anderes Feld, das derart sinnstiftende Tätigkeiten umfasst, denn im Zentrum unserer Bemühungen stehen immer die Menschlichkeit und die Lebensfreude für unsere Gäste. Und auch aus einer fachlichen HR-Perspektive ist die Tertianum Gruppe äusserst interessant: Wir sind die grösste Anbieterin von Langzeitpflege in der Schweiz mit insgesamt 96 Häusern und über 6600 Mitarbeitenden in allen Landesteilen.

Ein zentraler Treiber dieser steigenden Nachfrage nach Langzeitpflege ist der demografische Wandel.

Das ist richtig, und wir begegnen dieser Entwicklung mit einer ganzheitlichen, menschenzentrierten Philosophie. Das zeigt sich nur schon daran, dass wir unsere Bewohnerinnen und Bewohner als Gäste betrachten und nicht als Patientinnen und Patienten. Unser Ziel besteht darin, diesen Menschen Lebensfreude im letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen, indem wir sie und ihre Bedürfnisse immer in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir unser Angebot auf vier fundamentalen Säulen aufgebaut.

Auf welchen vier Säulen ruht dieses Angebot konkret?

Die erste Säule steht für Aktivierung und Betreuung: Wir erachten die Selbstbestimmung und Würde unserer Gäste als zwei der wichtigsten Güter. Es geht darum, herauszufinden, was ihnen Freude bereitet und wie wir ihnen diese Erlebnisse bieten können. Die zweite Säule fokussiert sich auf fürsorgliche Pflege und zwischenmenschlichen Kontakt. Ein respektvoller und empathischer Umgang steht für uns im Vordergrund. Die dritte Säule unserer Philosophie bildet die hochwertige Gastronomie – denn schliesslich trägt eine ausgewogene und ansprechende Verpflegung sehr zur Lebensqualität bei.

Und wofür steht Säule Nummer vier?

Diese sehr wichtige Säule bildet unsere umfassende medizinische Betreuung: In über 2600 Appartements und Wohnungen sowie 4400 Pflegebetten in der ganzen Schweiz werden unsere Gäste liebevoll und bedürfnisgerecht betreut. Das verbindende Element dieser vier Säulen ist die Lebensfreude. Wie gesagt, glauben wir fest an die Selbstbestimmtheit unserer Gäste und bieten darum je nach Haus von Gartenarbeit über Sport bis hin zu gemeinsamen Spielen eine breite Palette an Aktivitäten. Zudem setzen wir auf den reichhaltigen Pool an Expertise in unseren regionalen Zentren, um auch spezialisierte Bedürfnisse, wie etwa die Betreuung von Menschen mit Demenz oder gerontopsychiatrischen Störungen bestmöglich zu erfüllen. Die Grösse unserer Gruppe ist von bedeutendem Nutzen.

Wie unterscheidet sich Tertianum sonst noch von anderen Pflegeeinrichtungen?

Ein wesentlicher Faktor ist die Gesundheitsförderung und professionelle Pflege, die wir als zentrales Element verstehen. Darüber hinaus liegt uns eine fürsorgliche Pflege besonders am Herzen: Wir möchten, dass unser Pflegepersonal genügend Zeit hat, um auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche unserer Gäste einzugehen. Wir sind überzeugt, dass, wenn unsere Werte nicht nur auf dem Papier existieren, sondern täglich gelebt werden, dies eine Atmosphäre schafft, die Wohlsein fördert. Viele unserer Gäste betonen, dass sie früher zu uns gekommen wären, hätten sie nur gewusst, wie angenehm und bereichernd das Leben bei uns ist (lacht). Dieses tolle Feedback ist natürlich ein grosser Ansporn für uns.

Bewerberinnen und Bewerber dürfen sich darauf freuen, Teil eines Teams zu werden, das sich durch eine tiefe Fürsorge sowie einen starken Zusammenhalt auszeichnet. Barbara Schuler, Chief Human Resources Officer

Wie würden Sie die Arbeitskultur in Ihren Einrichtungen beschreiben und wie fördern Sie ein motivierendes Arbeitsumfeld für Ihr Pflegepersonal?

Wir legen bei Tertianum grössten Wert auf eine Arbeitskultur, die durch Leidenschaft, Verantwortung und Respekt geprägt ist. Diese Werte wurden nicht von oben herab bestimmt, sondern 2022 in einem Bottom-up-Ansatz gemeinsam mit rund 150 Kadermitarbeitenden definiert. Diese Kultur der Mitgestaltung sowie des gegenseitigen Respekts ist elementar für unser Selbstverständnis – und das spiegelt sich in jeder unserer Einrichtungen wider, wo unsere Werte für alle sichtbar ausgehängt sowie auf unserer Mitarbeitenden-App quasi als Kompass immer griffbereit sind. Um diese Kultur nicht nur zu etablieren, sondern auch zu leben und weiterzuentwickeln, durchlaufen unsere Führungskräfte ein massgeschneidertes Leadership-Programm (mit den vier Modulen Grundlagentransformation, Selbstmanagement, Kommunikation und Beziehungsaufbau sowie gezielte Führung). Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden liegen uns ebenfalls am Herzen, weshalb wir besonderes Augenmerk auf ein betriebliches Gesundheitsmanagement legen – 2024 liegt der Fokus auf Mental Health und gesunder Selbstführung. Es ist uns überdies ein Anliegen, in unsere Mitarbeitenden zu investieren, um nicht nur ihre fachliche, sondern auch ihre persönliche Entwicklung zu fördern. Darum streben wir danach, ein unterstützendes und motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Führung auf Augenhöhe praktiziert wird und die Bedürfnisse aller Mitarbeitenden bestmöglich berücksichtigt werden.

Der Fachkräftemangel ist ein Problem in der Pflegebranche. Wie geht Tertianum damit um?

Das Thema ist in der Tat auch für uns eine Herausforderung. Die Tatsache, dass in der Schweiz etwa ein Drittel der ausgelernten Pflegefachkräfte die Branche innerhalb der ersten zehn Jahre wieder verlässt, macht die Gewinnung neuer Fachkräfte umso dringlicher. Um dieser Herausforderung zu begegnen, wollen und müssen wir unsere Gruppe als die attraktive Arbeitgeberin positionieren, die sie ist. Das bedeutet für uns im Bereich Employer Branding, unsere Präsenz auf Social Media zu verstärken, den Bewerbungsprozess zu vereinfachen und auch Arbeitgeber-Positionierungsfilme zu produzieren, um unsere Sichtbarkeit und Erreichbarkeit zu erhöhen. Ein zentraler Leitsatz bei Tertianum lautet: «Retention is the new recruiting.» Unser Ziel ist, unsere Mitarbeitenden langfristig im Unternehmen zu halten. Dazu haben wir verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, wie zum Beispiel eine Vermittlungsprämie, bei der Mitarbeitende um andere Fachkräfte werben. Diese Strategie hat sich als erfolgreich erwiesen, nicht zuletzt wegen des starken Zusammenhalts in den verschiedenen Teams sowie den positiven Feedbacks von unseren Gästen, die eine enorme Wertschätzung für die Arbeit unserer Mitarbeitenden darstellen. Ferner legen wir grossen Wert auf Diversität und Inklusion und ein gutes Onboarding während der Probezeit.

Wie drücken sich diese Diversität und Inklusion aus?

Bei uns sind nicht nur junge Personen herzlich willkommen, sondern auch Menschen über 50 mit viel Lebenserfahrung. Wir beschäftigen Mitarbeitende aus rund 100 Nationen und unser Engagement für einen erstklassigen Arbeitsplatz wurde kürzlich auch durch unsere Teilnahme an «Great Place to Work» und der damit verbundenen Zertifizierung unterstrichen.

Sie haben angesprochen, dass Tertianum in seine Mitarbeitenden investiert. Welche Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und Fortbildung bieten Sie?

In diesem Bereich konnten wir gute Bewertungen bei der «Great Place to Work»-Umfrage erzielen. Ein zentrales Element unserer Personalstrategie ist das Prinzip «Grow your own»: Derzeit bilden wir pro Jahr rund 40 HF-Pflegende aus und diese Zahl soll in Zukunft noch intensiviert werden. Darüber hinaus bilden wir pro Jahr rund 500 Lernende in 14 verschiedenen Berufen aus. Dies unterstreicht, wie wichtig uns die berufliche Entwicklung unserer Belegschaft ist. Aber auch die Weiterbildung spielt eine entscheidende Rolle, denn wir glauben fest daran, dass Menschen in ihrer beruflichen Laufbahn nicht stillstehen sollten. Kontinuierliche Lernbereitschaft wird vorausgesetzt. Wir beteiligen uns darum grosszügig an den Kosten für Weiterbildungsmassnahmen. Auch Flexibilität im beruflichen Werdegang ist uns wichtig: Wenn Mitarbeitende privat umziehen, prüfen wir, ob eventuell ein Wechsel in eine andere unserer Einrichtungen in der Nähe realisierbar wäre. Ferner bieten wir zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens – von der Teamleitung über Fachexpertise bis hin zu Bereichsleitungs- und Geschäftsführungsaufgaben.

Welche Pläne hat Tertianum für die Zukunft?

Wir haben klar die Ambition, zu wachsen – sowohl in Bezug auf die Anzahl unserer Häuser als auch in den Bereichen Nachhaltigkeit sowie Exzellenz in der Pflege. Zudem möchten wir uns fachlich mit unseren Betrieben noch mehr spezialisieren. Wachstum soll sowohl über Zukäufe bestehender Einrichtungen als auch via Bau neuer Einrichtungen geschehen.

Was dürfen Menschen erwarten, die sich bei Tertianum bewerben?

Bewerberinnen und Bewerber dürfen sich darauf freuen, Teil eines Teams zu werden, das sich durch eine tiefe Fürsorge sowie einen starken Zusammenhalt auszeichnet. Unser Onboarding-Prozess ist darauf ausgerichtet, neuen Mitarbeitenden einen möglichst sanften Einstieg zu ermöglichen, indem wir versuchen, ihnen sogenannte «Buddies» zur Seite stellen, die sie in den ersten Wochen begleiten und unterstützen. Und was die Mitarbeitenden-Benefits betrifft, so bieten wir ein attraktives Gesamtpaket, das ständig weiterentwickelt wird. Neben finanziellen Anreizen umfasst dieses Paket auch Vergünstigungen für Handytarife, Unterstützung bei Fitness- und Freizeitaktivitäten sowie kreative Lösungen, die das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden fördern wie beispielsweise Rabatte auf Zusatzversicherungen bei Krankenkassen. Mit uns kann man über unsere Web- oder Karriereseite sowie über Social Media schnell und einfach in Kontakt treten. Diese Plattformen dienen als erste Anlaufstellen und bieten einen umfassenden Überblick über offene Stellen und das Arbeitsumfeld bei Tertianum.

Tertianum als Arbeitgeber: tertianum.ch/ueber-uns/arbeitgeber

Karriereseite: jobs.tertianum.ch

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