Allianz über New Work
Smart Employer Sponsored Erfolgsgeschichten

«Wir wollen gemeinsam ‹New Work› leben»

28.01.2022
von Smart Employer

Allianz Suisse ist es wichtig, eine Arbeitgeberin zu sein, welche die Chancengleichheit lebt und hat Arbeitsmodelle geschaffen, die den Mitarbeitenden eine optimale Work-Life-Balance ermöglichen. Andrea Theresia Achhammer, Head of HR, erklärt im Interview, wie dies im Arbeitsalltag umgesetzt und aufgenommen wird.

Andrea Theresia Achhammer, seit Anfang Jahr ist der gesetzliche Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen in Kraft. Eine kürzlich veröffentlichte Gewerkschaftsstudie zeigt, dass eine Mehrheit der Firmen nur dieses gesetzliche Minimum gewährt. Allianz Suisse erlaubt hingegen bis zu acht Wochen Elternzeit – was ist die Überlegung dahinter?

Ganz generell geht es für uns um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter und Mütter – und um die Gleichstellung von Mann und Frau generell. Deshalb reden wir auch ganz bewusst von Elternzeit, es soll für beide zur Normalität werden. Und nicht zuletzt trägt es auch zur Steigerung unserer Attraktivität als Arbeitgeberin bei. 

Sie unterstützen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und stellen es Ihren Mitarbeitenden grundsätzlich frei, von wo aus sie in der Schweiz arbeiten. Wie sind Ihre Erfahrungen damit? Ist die Erreichbarkeit dadurch gewährleistet und werden die Kundinnen und Kunden trotzdem optimal betreut? 

Wir haben im Lockdown gemerkt, dass sich «Remote Work» bewährt hat und von den Mitarbeitenden sehr geschätzt wurde. Die Möglichkeit, auch von zu Hause aus zu arbeiten, gibt Raum zur Gestaltung der eigenen Work-Life-Balance. Das ist auch unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich die Tage frei einteilen lassen – ohne, dass die Produktivität oder die Betreuung der Kundinnen und Kunden darunter leidet. Wir haben dafür nur Prinzipien als Leitplanken festgelegt, ohne strikte Vorgaben. So ist für die einzelnen Mitarbeitenden viel Spielraum möglich.

Hatte die Coronapandemie, während die Mitarbeitenden ohnehin häufiger im Homeoffice waren, einen Einfluss auf die jetzige Regelung für das mobile Arbeiten?

Die Pandemie hat den Weg für das mobile Arbeiten geebnet. Sie hat die Rahmenbedingungen dafür geschaffen, um «neu zu denken» und die Zukunft entsprechend zu gestalten. Wir haben es als gemeinsame Reise publiziert, zusammen mit allen unseren Mitarbeitenden, und sie auch befragt, wie wichtig ihnen das Homeoffice ist und ihre Einstellung dazu. Wir wollen gemeinsam «New Work» leben – mit flexiblen Arbeitszeiten, -orten und -formen. Aber natürlich bleibt der persönliche Austausch vor Ort weiterhin wichtig. Auch dafür haben wir neue, innovative Möglichkeiten kreiert.

An Ihrem Hauptsitz wurde ein ganzer Stock mit Co-Working-Places, Sitzungszimmern, Foren und Begegnungszonen eingerichtet, also eine moderne Arbeitswelt geschaffen, die von den Mitarbeitenden als Ergänzung zum eigenen Arbeitsplatz genutzt werden kann. Ist das Teil von «New Work»?

Ja, beispielsweise der Co-Creation-Ansatz bei der Ausarbeitung unseres Co-Working-Spaces «The Floor» mit einem interdisziplinären Team. Er wurde im Juli dieses Jahres eröffnet und wird rege benutzt – zum Arbeiten, für den gegenseitigen Austausch bei einer Tasse Kaffee oder in den Kreativzonen, um gemeinsam Konzepte und Strategien auszuarbeiten. Ziel ist es, für alle Mitarbeitenden einen idealen Arbeitsplatz zu schaffen. Man arbeitet dort am produktivsten, wo man sich wohlfühlt. Mit einer App ist es zudem möglich, Feedback zu geben, damit entsprechende Anpassungen laufend vorgenommen werden können.

Ein gutes Klima innerhalb eines Teams fördert die Produktivität und lässt Mitarbeitende gerne zur Arbeit erscheinen. Leidet der Team-Gedanke nicht, wenn das Personal von überall arbeiten kann und seine Arbeitskolleginnen und -kollegen nur selten sieht?

Der Mix macht es aus. Der Teamspirit konnte auch während der Pandemie aufrechterhalten werden. So wurden beispielsweise virtuelle Apéros veranstaltet und auch Meetings konnten natürlich virtuell durchgeführt werden. Aber wir freuen uns auch darüber, uns wieder persönlich begegnen zu können. «The Floor», der erwähnte Co-Working-Space, trägt neben der persönlichen Begegnung dazu bei, dass Mitarbeitende wieder vermehrt vor Ort arbeiten möchten. Das ist auch für mich sehr motivierend.

Ein Blick in die Zukunft: Digitalisierung, Homeoffice, Webmeetings und nicht zuletzt auch die Ansprüche junger Talente und der Mitarbeitenden verändern die Arbeitswelt radikal. Wie schätzen Sie diese Entwicklung ein?

Die sogenannte Generation Z, die heute die Mehrheit aller Arbeitsnehmenden darstellt, hat ganz klare Vorstellungen von ihrem Arbeitsplatz. Sie sind selbstbewusst und fordernder; Freiheit und Flexibilität sind ihnen wichtig. Ausserdem sind sie als Digital Natives aufgewachsen und so natürlich mit der Hard- und Software von «New Work» vertraut. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen, um die jungen Talente zu gewinnen und auch zu halten. Die Herausforderung ist also, dass sich die Unternehmen nicht nur an den Prozessen orientieren, sondern diese den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anpassen. Diesen Weg gehen wir bei uns gemeinsam. Ich persönlich finde die Veränderungen in der neuen Arbeitswelt sehr spannend und freue mich auf die Zukunft!

Weitere Informationen: www.allianz.ch

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